xbox one

Xbox One

Erfahrungen mit der Xbox One

Design
Hardware
Bedienung
Spassfaktor
Preis/Leistung
Multimedia-Zentrale mit grandioser Kinect-Steuerung, aber leichten Schwächen bei der Hardware

4.5

Mehr als eine Spielkonsole

Wir haben die Xbox One von Microsoft in den letzten Wochen ausgiebig getestet und klären, ob sich ein Kauf der Xbox One lohnt. Neben unseren Erfahrungen mit der Xbox One informieren wir über die technischen Spezifikationen der Xbox One.

Seit 22. November 2013 ist die „Next-Gen“ (Next-Generation) Konsole Xbox One von Microsoft in Deutschland erhältlich. Vor der Veröffentlichung hat sich Microsoft die zum Teil harsche Kritik an der Xbox One in manchen Punkten zu Herzen genommen und einige Dinge ganz anders gemacht als ursprünglich geplant. So wurde die geplante Gebrauchtspielsperre und der Kinect- und Onlinezwang ersatzlos gestrichen. Eine weise Entscheidung, wie wir finden, hat vor allem die Gebrauchtspielsperre viele Gemüter zu Recht erhitzt.

Xbox One: Design

Obwohl das geplante Design der Xbox One im Vorwege für wenig Begeisterung sorgte, hielt Microsoft daran fest. Das Ergebnis: Ein schlichter, schwarzer Kasten, der matte und glänzende Oberflächen in sich vereint. Auf ein ansprechendes Design legte Microsoft bei der Xbox One offenbar keinen Wert, viel mehr soll die Xbox One möglichst unscheinbar ihren Dienst als wohnzimmerliche Multimediazentrale verrichten.

Xbox One: Gehäuse, Lautstärke und Stromverbrauch

Mit einer Breite von 33,3 cm, einer Höhe von 7,9 cm und einer Tiefe von 27,4 cm ist die Xbox One auf den ersten Blick vor allem eines: Groß! Das Gehäuse erinnert in den Dimensionen mehr an einen Desktop-PC als an eine Spielkonsole. Im Gegensatz zu dem Vorgänger der Xbox One, der Xbox 360, lässt sie sich nicht mehr senkrecht aufstellen. Vor dem Kauf sollte man also im Zweifel lieber abmessen, ob auf dem heimischen TV-Rack noch genug Platz ist, um die Xbox One horizontal unterbringen zu können.

Im Inneren des Gehäuses findet sich neben der Hardware, auf die wir weiter unten eingehen, ein erfreulich leiser Lüfter. Da auch in der Kinect-Einheit und im Netzteil jeweils ein Lüfter arbeitet, laufen im Betrieb also stets drei Lüfter, um die Komponenten zu kühlen. Dennoch fallen die Lüfter nicht negativ auf – im Gegenteil: Sogar nach längeren Spiel-Sessions sind die Lüfter angenehm leise und sind praktisch nur wahrnehmbar, wenn es im Zimmer absolut totenstill ist. Auch beim Anschauen von Blu-Rays ist das Laufwerk der Xbox One ungefähr so laut wie die Lüfter. Klasse.

Der Stromverbrauch der Xbox One liegt zwischen 19 und 125 Watt. Wird der Modus „schnelles Hochfahren“ aktiviert (welcher etwa dem Ruhezustand eines PCs entspricht), benötigt die Xbox nur ca. 20 Sekunden statt über eine Minute für den Startvorgang und kann mit dem Sprachkommando „Xbox einschalten!“ gestartet werden. Der Nachteil: In diesem Standby-Modus verbraucht die Xbox One satte 19 Watt. Für einen Standby-Modus unserer Meinung nach eindeutig zu viel. Im Leerlauf oder Blu-Ray Betrieb verbraucht die Xbox One etwa 70 Watt, unter Volllast bis zu 125 Watt.

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Xbox One: Hardware

Jetzt geht es ans Eingemachte: Was kann die Xbox One leisten? Wir haben uns über die technischen Spezifikationen der Xbox One kundig gemacht und ziehen eine kleine Bilanz, ob die Xbox One oder die Playstation 4 mehr Rechenpower für zukünftige Spiele bietet.

In der Xbox One arbeitet eine Kombination aus Prozessor und Grafikeinheit von AMD. Insgesamt arbeiten in der Xbox One acht Prozessorkerne in Form von zwei Quad-Core-Blöcken mit jeweils 2 Megabyte Cache-Speicher. Die einzelnen Kerne arbeiten mit jeweils 1,75 MHz. In diesem Punkt unterscheidet sich die Xbox One kaum von der Playstation 4, denn in der PS4 wird dieselbe Architektur eingesetzt, wenn vermutlich auch mit etwas langsamerem Prozessortakt.xbox one kinect

Die Grafikeinheit ist mit 853 MHz getaktet, besitzt zwölf sogenannte „Compute Units“, 768 Shader-Einheiten und 16 „ROPs“ (Raster Operation Pipeline). Weiterhin stehen 8 Gigabyte DDR3-RAM als Arbeitsspeicher zur Verfügung. Zum Vergleich: Die Playstation 4 wartet mit 8 Gigabyte GDDR5-RAM auf. Dieser Speicher wird auch in aktuellen Grafikkarten eingesetzt und ist deutlich schneller als der in der Xbox One verwendete DDR3-Speicher.

Noch größer wird der Vorsprung der Playstation 4 bei der reinen Grafikleistung, da sie mit 1152 statt 768 der für die Grafikpower wichtigen Shadereinheiten aufwartet. Noch wichtiger ist jedoch die Anzahl der Pixel-Pipelines, und mit 32 statt 16 wie bei der Xbox One stehen der Playstation 4 somit doppelt so viele Pixel-Pipelines zur Verfügung.

Im Ergebnis steht der Xbox One dadurch erheblich weniger 3D-Grafikleistung zur Verfügung als der PS4. Auch wenn es aktuell noch keine Spiele gibt, die diese Leistung ausreizen, kann man aufgrund des signifikanten Leistungsunterschiedes bereits jetzt davon ausgehen, dass zukünftige Spiele auf der PS4 den besseren Augenschmaus bieten werden.

Unser Praxistest mit „Titanfall“ scheint diese Annahme zu bestätigen. Auch wenn „Titanfall“ definitiv Spaß macht, ist die Grafik für die Maßstäbe einer Next-Gen-Konsole sichtlich nicht up-to-date und somit ein wenig enttäuschend. Ob zukünftige Spiele mehr aus der Xbox One rausholen können, bleibt abzuwarten. Passend zum Thema „Titanfall“ hier der aktuelle Werbespot, der zum Grinsen einlädt:

Xbox One: Dashboard & Multimedia

Das Dashboard der Xbox One, gemeint ist damit das Startmenü, erinnert mit seinem Kachel-Layout bewusst an Windows 8. Um dies zu ermöglichen arbeiten im Hintergrund drei Betriebssysteme parallel: Eine stark verbesserte Version des Betriebssystemes der Xbox 360, ein Windows-Teil für die Anwendungsverwaltung, Kinect, Updates und Netzwerkverwaltung, und ein System, welches die beiden erstgenannten mit Hilfe von virtuellen Maschinen miteinander verknüpft und ein schnelles Umschalten ermöglicht.

Sehr praktisch ist, dass sich Anwendungen und Spiele mittels Sprachkommando starten lassen. Auch das beliebte Chat- und Videoprogramm Skype ist fest in das System integriert. Mittels der Kinect-Kamera kann man sich erkennen und automatisch einloggen lassen. Die Steuerung via Spracheingaben funktioniert ziemlich gut, hingegen sind wir von der Gestensteuerung enttäuscht, da diese nicht sehr zuverlässig funktioniert. Die Eingabe über den Controller ist dadurch deutlich schneller.

Im Konzept von Microsoft ist die Xbox One nicht nur eine Spielkonsole, sondern eine Multimedia-Zentrale fürs Wohnzimmer. Dafür wurde der Xbox One ein HDMI-Eingang spendiert, an dem eine beliebige Bildquelle wie ein TV-Receiver angeschlossen werden kann. Dies scheint allerdings noch nicht ganz ausgereift zu sein – bei unseren Tests kam es beim Anschluss eines Sat-Receivers und Wiedergabe über die Xbox One zu unschönen Rucklern. Es bleibt abzuwarten, ob Microsoft dieses Problem mit einem Update in den Griff bekommt.

Die Wiedergabe von Blu-Ray-Filmen direkt über das integrierte Blu-Ray-Laufwerk der Xbox One funktionierte größtenteils problemlos. Negativ aufgefallen ist uns, dass Filme bei Kameraschwenks leicht ins Stocken geraten. Dies liegt daran, dass die 24p-Wiedergabe (noch) nicht funktioniert. Ebenso werden bisher keine 3D-Filme unterstützt, was für uns unverständlich ist. Kurioserweise ist dies auch bei der PS4 der Fall. Man kann also davon ausgehen, dass die 3D-Funktionalität wie bei der PS3 mit einem Update nachgereicht wird.

Xbox One: Anschlüsse

Neben dem bereits erwähnten HDMI-Eingang stehen ein HDMI-Ausgang und drei USB 3.0 Anschlüsse zur Verfügung. Weitere Anschlüsse sind ein IR-Port, ein S/PDIF-Ausgang, ein Ethernet-Anschluss und ein proprietärer Port für die Kinect-Kamera (samt Lüfter).

xbox one controller

Xbox One: Controller & Kinect

Obwohl der Xbox One Controller dem Controller der Xbox 360 zum Verwechseln ähnlich sieht, ist er laut Aussage von Microsofts Zubehör-Manager Zulfi Alam völlig anders. Diese Aussage können wir bestätigen, denn der Controller der Xbox One arbeitet tatsächlich spürbar präziser. Weiterhin liegt er gut in der Hand und dank einer geriffelten Oberfläche an den Analogsticks ist abrutschen praktisch ausgeschlossen. Auch das Force-Feedback arbeitet einwandfrei und sorgt in Spielen wie Forza oder Titanfall für tolle Atmosphäre.

Das neue Kinect 2.0 hat sich im Alltag absolut bewährt. Videochats via Skype machen mit Kinect einfach Laune. An den automatischen Login samt Gesichtserkennung haben wir uns schnell gewöhnt und auch die komfortable Sprachsteuerung möchten wir nicht mehr missen. Zuvor muss Kinect jedoch kalibriert werden, damit es einwandfrei funktioniert.

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Xbox One oder Playstation 4

Die Frage „Xbox One oder Playstation 4“ können wir nicht eindeutig beantworten. Die PS4 hat die bessere Hardware, was sie eventuell zukunftssicherer macht. Ob sich dieser Unterschied in zwei bis drei Jahren jedoch spürbar bemerkbar machen wird ist fraglich. Wir denken, letztendlich sollte man die Kaufentscheidung maßgeblich davon abhängig machen, welche Konsole im Freundeskreis bevorzugt wird. Auch wichtig sind etwaige Exklusiv-Titel und natürlich, ob man Kinect oder die Möglichkeit, über die Xbox One auch TV zu sehen, als notwendig erachtet. Wer nur spielen will und auf Kinect und Multimedia-Features keinen Wert legt, bekommt mit der Playstation 4 im Moment mehr Leistung für sein Geld.

Xbox One: Fazit

Fakt ist, die Xbox One ist ein beeindruckendes Stück Technik. Besonders „geflasht“ hat uns dabei die komfortable Sprachsteuerung und Gesichtserkennung – dabei kommt durchaus etwas Zukunftsfeeling auf. Darüber hinaus lässt die Xbox One aber neue Funktionen vermissen. Und auch die Hardware bleibt hinter den Erwartungen einer Next-Gen-Konsole ein wenig zurück. Zudem macht die Software zum jetzigen Zeitpunkt einen nicht völlig ausgereiften Eindruck. Dennoch ist die Xbox One insgesamt eine gelungene Multimedia-Konsole, die einfach Spaß macht.

Update vom 23.03.2014:

Dank eines großen Softwareupdates wurden die Probleme bei der TV-Wiedergabe behoben! Zudem ist nun auch die Wiedergabe von BluRay-Filmen in 24p möglich.

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